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Stadtwerke Soest GmbH
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STOP – Was gehört alles nicht in die Toilette?

Speisereste, Hygieneartikel, Textilien und Katzenstreu sind nur eine kleine Auswahl an Dingen, die auf keinen Fall in die Toilette gehören. Sie sorgen dafür, dass sich Ihre Anschlussleitungen verstopfen und Ratten angelockt werden. Lesen sie hier was Sie tun können, um Ihre Anlagen und die Umwelt zu schützen.
 

Wasser-Müllabfuhr und Wasser-Recycler in einem


Jeder Mensch verbraucht täglich ca. 100 Liter Frischwasser und verwandelt dieses durch Gebrauch in Schmutzwasser. Bei gut 50.000 Einwohnern der Stadt Soest fallen somit jeden Tag 5.000.000 Liter verunreinigtes Wasser an. Hinzu kommen industrielle Abwässer und bei Niederschlägen erhebliche Regenmengen, die von Straßen, Dächern und befestigten Flächen an der Versickerung gehindert werden. Insgesamt ergibt das durchschnittlich ein Gesamtvolumen von 21.000.000 Litern Abwasser - täglich.

Wir kümmern uns darum, dass das im Haus und auf dem Grundstück anfallende Abwasser sicher abgeleitet wird. Die Kanäle der KBS Abwasser liegen weit verzweigt unter Soest und haben eine Gesamtlänge von ca. 370 km. In dem Kanalnetz betreiben wir 24 Pumpstationen und 20 Regenrückhaltebecken. Dieses Netz muss zum einen instand gehalten und saniert werden, um den hohen Anforderungen gerecht zu werden und zum anderen durch das stetige Wachsen Soests immer weiter ausgebaut werden.

Wir pflegen unsere Leitungen: 

Die Leitungen müssen tagtäglich enorme Mengen Abwasser befördern. Durch natürliche Ablagerungsprozesse, aber auch durch fehlerhafte Einleitung von Stoffen, die eigentlich nicht in die Kanalisation gehören (siehe Umwelt), kann es langfristig zu Verstopfungen und Beschädigungen unserer Kanäle kommen. Um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, werden die Abwasserleitungen durch uns fortwährend gesäubert. Dies geschieht durch Spülwagen, die Wasser mit Druck durch die Rohre schicken. Dabei werden die Ablagerungen mitgespült und eventuelle Verengungen oder Verstopfungen beseitigt.

Durch die hohe Beanspruchung der Leitungen, aber auch durch das zum Teil hohe Alter sowie normale Umwelteinflüsse können von Zeit zu Zeit Schädigungen im Kanalsystem auftreten. Diese werden von uns durch TV-Untersuchungen mit einer kleinen Roboterkamera lokalisiert und dann behoben.

Als Reparaturtechniken verwenden die KBS Abwasser prinzipiell zwei verschiedene Verfahren. Auf der einen Seite so genannte „offene“ Reparaturmaßnahmen. Dabei wird – ganz klassisch – ein Graben ausgehoben, das Rohr freigelegt und dann repariert. Bei dieser Methode wird der Kanal „von außen“ repariert.

Auf der anderen Seite sind dank moderner Entwicklungen heutzutage auch Reparaturen in der so genannten „geschlossenen“ Bauweise möglich. Bei diesen Verfahren werden die Schäden im Kanal „von innen“ beseitigt. Dabei wird keine Baugrube ausgehoben, sondern in die bestehenden Kanalzugänge Roboter und Maschinen eingelassen, die die schadhaften Stellen im Rohr beheben.

Bei dieser geschlossenen Bauweise wenden wir das Schlauchlinerverfahren an. Vereinfacht gesagt, werden bei diesem Verfahren zusammenfaltbare in Harz getränkte Gewebeschläuche aus Glasfasern oder Vliesstoffen in den beschädigten Kanal eingeführt. Diese werden mit Luftdruck aufgestellt, sodass sie sich fest an die Rohrwand legen. Der Schlauch härtet nun zu einem neuen Rohr aus.

Sollten Sie weitere Fragen zu diesen Themen oder anderen Aspekten rund um das Abwasser im Stadtgebiet haben, würden wir uns freuen von Ihnen zu hören. Das Team der KBS Abwasser steht Ihnen gern zur Verfügung.