Wasserrückstau

Wasser im Keller?

Wenn bei starken Regenfällen Abwasser aus Bodenabläufen oder anderen Abflüssen (wie Toilette, Waschbecken) austritt, haben Sie vermutlich Probleme beim Regenwasserrückstau.

Die KBS Abwasser können sich mit ihrem Kanalsystem nicht auf den denkbar größten Regenguss („Jahrtausendregen“) einstellen. Als Bemessungsgrundlage gilt daher ein 5-jähriger Regen – also eine Regenmenge, die statistisch gesehen alle 5 Jahre auftritt. Fällt mehr Niederschlag, können die Kanäle das einfließende Regenwasser nicht mehr vollständig abführen und damit drückt es in allen Abzweigungen nach oben. An Straßeneinläufen und Kanaldeckeln kann und darf (!) dann Regenwasser austreten. Sollten Ihre tiefsten Regeneinläufe auf Straßenhöhe oder darunter liegen, wird in entsprechenden Momenten dort ebenfalls Regenwasser aus der Kanalisation hoch gedrückt! Folgende Zeichnung verdeutlicht das:

Damit Ihnen diese Folgen erspart bleiben, gibt es zwei Möglichkeiten:

Eine einfache Variante ist der Einbau eines Rückstauventils. Dabei wird – vereinfacht ausgedrückt – in Ihr Rohr zum Kanal ein Deckel eingebaut, der nur für Wasser in Richtung Kanal durchlässig ist. Drückt Abwasser aus dem Kanal hoch, bleibt der Deckel geschlossen und verhindert den Rückstau in Ihr Gebäude.

Eine geringfügig kompliziertere Variante ist eine automatisch arbeitende Hebeanlage, die das Abwasser aus allen gefährdeten Bereichen über Straßenniveau anhebt und dort in eine Abwasserleitung lenkt. Damit wird Ihr tiefster Abwassereinlauf künstlich erhöht und befindet sich dann in einer sicheren Region. Diese Art der Vorsichtsmaßnahme ist zuverlässiger als ein Rücklaufventil.

Welche Variante für Sie sinnvoll ist und was Sie zusätzlich beim Einbau beachten müssen, das erfahren Sie bei Ihrem Installateur.